Meine Lebensgeschichte

21.01.1991

Meine Geburt

Ich wurde in Bad Soden am Taunus geboren – genau wie meine Geschwister. Meine Eltern hingegen kamen beide in Frankfurt zur Welt.
Warum ich das erzähle? Ganz ehrlich – ich weiß es selbst nicht so genau. Vielleicht, weil ich nie ganz verstanden habe, warum es ausgerechnet Bad Soden sein musste. Aber gut, so ist es eben. ^^

Die Geburt selbst verlief unkompliziert.
Meine Eltern erzählten mir, dass es von der Aufnahme im Krankenhaus bis zu meiner Ankunft nur etwa acht Stunden dauerte.

Ich kam gesund zur Welt, mit einem normalen Gewicht und einer normalen Größe – soweit alles gut.

Was allerdings unentdeckt blieb, sollte mich noch die nächsten sechs Jahre begleiten.
Doch genau das brachte mir etwas bei, das ich mein ganzes Leben lang behalten sollte:
Menschen lesen – ohne ein einziges Wort.

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1994

Feststellung eines Paukenergusses

In meinen ersten Lebensjahren hatte ich einen sogenannten Paukenerguss – also Flüssigkeit im Mittelohr – wodurch ich kaum hören konnte.
Das wurde erst relativ spät entdeckt und mit "spät" meine ich erst nach drei Jahren.

In dieser Zeit habe ich unbewusst gelernt, stark auf Mimik, Gestik und andere nonverbale Signale zu achten, da ich kaum was hören konnte.
Anfangen zu sprechen konnte ich deswegen auch nicht und habe fast die ganze Zeit nur geschlafen, wie mir meine Mutter verriet, was soll ich denn auch sonst machen?

Nach der Entdeckung wurde ich sprachlich gefördert, um bis zur Einschulung auf dem gleichen Stand wie andere Kinder zu sein.
Rückblickend hat mich diese frühe Herausforderung darin geschult, sehr aufmerksam das eben erwähnte zu beobachten – eine Fähigkeit, die mir heute oft im Umgang mit Menschen und in der Kommunikation zugutekommt.

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1997

Trotz der Herausforderung: Meine Einschulung

Durch meine eigene Motivation, eine liebevolle Betreuung im Kindergarten und die großartige Unterstützung meiner Logopädin gelang es mir, innerhalb von drei Jahren all das aufzuholen, was ein Kind in meinem Alter können sollte – insbesondere sprachlich.
Ich lernte so sprechen, wie man es von einem sechsjährigen Kind erwartet, und brachte die allgemeinen Grundlagen mit, um eingeschult zu werden.

Zwar kam ich in eine Grundschule mit Förderschwerpunkt Lernen – aber hey, ich war dabei. Und ich fühlte mich ganz „normal“.

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1998

Neues Gadget freigeschaltet: Eine Brille

Es begann damit, dass ich öfter gegen Dinge lief – obwohl sie offensichtlich im Weg standen, was aber unter "Tollpatschig" abgetan wurde.

Lesen fiel mir zunehmend schwer, und beim Schreiben bekam ich Kopfschmerzen.
Meine Eltern dachten anfangs, ich hätte einfach keine Lust auf Hausaufgaben oder Lernen.

Doch dann kam dieser eine Morgen:
Es war noch dunkel, und meine Mutter begleitete mich und meine Freunde in die Straße, in der unsere Schule lag (unsere Stadt war damals noch fast ein Dorf – wir Kinder liefen zu Fuß zur Schule!).
Ich übersah ein Schlagloch auf dem Bürgersteig, stolperte und rollte direkt auf die Straße.

Zum Glück kam kein Auto – und meine Mutter hatte es gesehen. Noch am selben Tag ging es zum Kinderarzt: Sehtest.
Ergebnis: Weitsichtigkeit.

Und so wurde mein erstes Gadget freigeschaltet – eine Brille, die mir fortan dabei half, den Schulalltag klar(er) zu sehen.

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1999

Challenge accepted: Englisch

Während ich noch dabei war, sprachlich aufzuholen, entschied ich mich in der Grundschule aus eigenem Antrieb, auch noch Englisch zu lernen.
Für viele vielleicht nur ein zusätzliches Fach – für mich eine ganz persönliche Herausforderung.
Meine Mutter erzählte mir, dass sie die Idee gar nicht gut fand, da ich noch mit Deutsch zu kämpfen hatte, aber mein Wille stärker.

Zwei Sprachen gleichzeitig meistern? Ich war dabei.
Neugier, Mut und ein bisschen Trotz – manchmal ist das genau die richtige Mischung. 🇬🇧✨

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12.09.2000

Bestehen der Radfahrausbildung

An diesem Tag war’s endlich soweit: Ich habe meine Radfahrausbildung bestanden!
Mit Stolz in der Brust und dem Wind im Rücken durfte ich nun offiziell den Aufkleber der Deutschen Verkehrswacht an mein Fahrrad kleben –
Der Ritterschlag für kleine Straßenritter.

Endlich bereit, die Straßen unsicher zu machen – denn mit so viel Kontrolle konnte mir ja eigentlich gar nichts mehr passieren! 8)

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2001

Verlassen der Grundschule

Nicht alles fiel mir sofort leicht – besonders beim Schreiben und Lesen hatte ich anfangs zu kämpfen.
Aber ich war ehrgeizig, ruhig, hilfsbereit und blieb dran.

In Mathe, Kunst und Sachkunde fühlte ich mich wohl, und auch sozial lief alles rund: Beliebt in der Klasse, zuverlässig im Alltag.

Was ich aus dieser Zeit mitgenommen habe?
Dass Dranbleiben oft mehr zählt als Talent. 💡

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Anfang 2002

Der Verdacht auf ADS

Der Start in der neuen Schule verlief für mich alles andere als gut. Ich fühlte mich nicht wohl, wurde von Mitschülern ausgegrenzt, und meine Leistungen verschlechterten sich zusehends.
Der Druck meiner Mutter nahm zu – und ich selbst war enttäuscht von mir. Die Versetzung war in Gefahr.

Daraufhin suchten wir einen Kinderarzt auf – er stellte den Verdacht auf ADHS.
Eine Bestätigung von einem (Kinder-)Therapeuten gab es nie, aber heute weiß ich:

Hätte sich dieser Verdacht bestätigt, wäre mein schulischer Weg womöglich ganz anders verlaufen – mit gezielter Förderung und mehr Verständnis für das, was in mir vorging.

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Mitte 2002

Freiwillige Wiederholung der 5. Klasse

Die Situation besserte sich nicht – im Gegenteil. Ich entschied mich (unter elterlichem Druck) dazu, die 5. Klasse freiwillig zu wiederholen.
Das war ein tiefer Einschnitt – vor allem, weil ich ausgerechnet in Deutsch und Englisch scheiterte, den Fächern, auf die ich vorher so stolz war.

Ich fühlte mich zurückgeworfen und innerlich blockiert – etwas, das ich damals nicht in Worte fassen konnte, aber das sich durch meine ganze Schulzeit ziehen sollte.
Kein Selbstvertrauen, kein Stolz, kein Raum für mich selbst.

Und es sollte noch schwerer werden.

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09.05.2004

Tu vas nous manquer, Edu

Edu – eigentlich Edouard Dreißigacker – war wie ein zweiter Bruder für mich.
Er war zuerst nur der beste Freund meines Bruders, oft bei uns zu Besuch, weil seine Eltern viel arbeiteten.

Doch irgendwann wurde er mehr: unser Tageskind, Teil unserer Familie.
Er aß mit uns, zockte mit meinem Bruder und mir, ärgerte mich im Doppelpack mit ihm – und machte bei uns seine Hausaufgaben. Manchmal übernachtete er sogar bei uns.

Am 09. Mai 2004 kam Edu auf der Heimfahrt aus Frankreich bei einem Verkehrsunfall ums Leben.
Sein Tod traf mich tief – mitten in einer ohnehin schweren Zeit.

Ich erinnere mich noch, wie er mir sein Lösungsbuch zu Tomb Raider III lieh.
Ich wollte es ihm eigentlich nach seiner Rückkehr zurückgeben. Ich hatte es viele Jahre – doch irgendwann ist es verschwunden.
Aber die Erinnerung an ihn bleibt.

Un frère d’une autre mère – j’espère que tu vas bien, là où tu es.

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2004

Entdeckung des Internets, speziell: Foren

Die Schulzeit war schwer, das Verhältnis zu meiner Mutter angespannt und der Tod von Edu belastete mich.
Ich zog mich immer weiter zurück – psychisch und körperlich. Mein Zimmer wurde mein Rückzugsort.

Dann schenkte mein Vater meinem Bruder und mir jeweils unseren ersten eigenen PC.
Mein Bruder stieg sofort ins Zocken ein – Gothic 2: Die Nacht des Raben.

Ein Spiel, das mich sofort faszinierte. Also spielte ich es ebenfalls – und scheiterte oft.
Um weiterzukommen, suchte ich Hilfe im Internet – und stieß auf die Seite World of Gothic.
Ein Forum, voller Tipps, Diskussionen und Gleichgesinnten.

Was damals nur eine Anlaufstelle für Spielhilfen war, wurde für mich schnell mehr:
Ein Ort zum Verstehen. Zum Schreiben. Zum Teilhaben. Zum Wachsen.

Diese Entdeckung war kein kleiner Klick – sie war der erste Schritt in eine ganz neue Welt.
Rückblickend war sie der erste Stein auf dem Weg, der mich heute in die IT geführt hat.

Ohne die Entdeckung des Forums gäbe es keine Umschulung, kein samwilliam.de, kein „Ich will mehr daraus machen.“

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2005

Gründung eines eigenen Forums

Während Schule und Alltag für mich immer mehr in den Hintergrund rückten, wurde World of Gothic mein zweites Zuhause.
Ich fühlte mich dort wohl, hatte Kontakte über ICQ, schrieb, las, diskutierte – und spürte: Das ist meine Welt.

Mit der Zeit entdeckte ich aber auch Dinge, die ich als Forenbetreiber anders oder besser machen würde.
Und dann war er plötzlich da: Der Traum, selbst ein Forum zu betreiben.
Eine eigene Community. Eigene Ideen. Und ganz eigene Verantwortung.

Also begann ich zu recherchieren – und fand einen Anbieter, bei dem man kostenlose Foren auf Basis von phpBB2 anlegen konnte.
So entstand: gothic1n2b.ultraboard.de – ein Forum für Gothic 1 und 2 plus Erweiterung (das „b“ im Namen).
Ich war stolz – vor allem, als sich bis zum Ende 20 Benutzer registrierten.

Aber ich wollte mehr. Keine Werbung, eigene Domain, mehr Kontrolle, vielleicht sogar eine andere Forensoftware.
Also begann ich mich dem Thema auseinander zu setzen.
FTP, PHP, MySQL und Webhosting – Begriffe, auf die ich recht schnell stieß und die bald mein Denken bestimmten.

Und spätestens da wusste ich: Das hier ist mein Weg. Das will ich lernen. Das will ich beruflich machen.

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Anfang 2006

Installation vom eigenen phpBB2-Forum

Ich wollte nicht nur ein Forum nutzen, sondern endlich eins selbst installieren.
Also suchte ich nach einem günstigen Webhoster – und wurde fündig: all-inkl.com, ein Anbieter, den es bis heute gibt.

Ich lud mir phpBB2 herunter, installierte FileZilla und schaffte es tatsächlich, mich auf dem Webspace einzuloggen und die Dateien hochzuladen.
Schon das war ein riesiger Erfolg für mich – ein echter Meilenstein.

Doch beim Setup kam der Rückschlag: Die Installation verlangte MySQL-Daten – aber wo bekommt man die her? Was ist das überhaupt?
Ich hatte keine Ahnung. Aber ich gab nicht auf.

Und dann kam der Tag:
Ich fand heraus, wie man bei all-inkl.com eine MySQL-Datenbank anlegt, die Zugangsdaten korrekt einträgt – und klickte auf „Installieren“.

Setup erfolgreich.
Und plötzlich war sie da: Die Startseite meines ersten, selbst installierten Forums.
Nackt, leer, ohne Werbung – aber mit eigener, cooler Domain.

Ich saß davor, völlig begeistert.
Ich hatte es wirklich geschafft.

Und ich dachte mir nur: Jetzt kann mich keiner mehr aufhalten. 8)

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Mitte 2006

Auf der Suche nach der besten Forensoftware

Ich begann, die Unterschiede zwischen Forensystemen zu erkennen – und schnell war klar: vBulletin 3 war damals das Maß aller Dinge.
Aber die Lizenzkosten (79 € jährlich oder 149 € unbefristet) waren meinem Vater zu hoch – nicht aus finanziellen Gründen, sondern weil er skeptisch war, ob so eine Ausgabe wirklich notwendig sei.

In dieser Zeit verstand ich auch zum ersten Mal wirklich, was mein Vater eigentlich in der IT machte:
Er arbeitete bei Arcor als Leiter der Abteilung, die für den reibungslosen Betrieb der Server zuständig war – programmiert hat er in Perl.

Er hatte Verständnis für mein Interesse, bat mich aber, nach einer günstigeren oder kostenlosen Alternative zu suchen.
Ab da änderte sich etwas in mir.
Ich fing an, ihm beim Homeoffice über die Schulter zu schauen – beim Überwachen, Programmieren, Administrieren. Ich verstand zwar kein Wort, aber ich sog alles in mich auf.
Es war der Moment, in dem mein berufliches Interesse an der IT endgültig geweckt wurde.

Ich recherchierte weiter, landete auf der damaligen Seite Forensoftware.de und traf eine Entscheidung, die ich bis heute nie bereut habe:
Ich entschied mich für das WoltLab Burning Board.

Das war der Beginn einer ganz eigenen Geschichte:
Bis heute bin ich treuer WoltLab-Nutzer, habe alle Softwareversionen miterlebt und ein gutes Gespür für deren Entwicklung bekommen.

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06.11.2006

Mein Einstieg in die WoltLab-Szene

Es war Montag, der 06. November 2006 – der Tag, an dem die Bestätigung kam, dass mein Vater die 25 € für eine WoltLab “Start”-Lizenz überwiesen hatte.
Ein einfacher Kauf vielleicht – aber für mich war es der Beginn von etwas Großem.

Ich installierte meine erste WoltLab-Instanz. Keine Werbung, eigene Kontrolle, echte Möglichkeiten.

Und diese Lizenz? Die pflege und nutze ich bis heute.

Damals wusste ich es noch nicht, aber:
Diese eine Aktivierungsmail veränderte mein Leben.

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2008

Besuch eines PHP & MySQL-Kurs bei der vhs

Durch unser gemeinsames Interesse an IT entstand zwischen meinem Vater und mir eine enge Verbindung.
Ich erzählte ihm regelmäßig begeistert von meinen Fortschritten mit HTML und CSS – Schritt für Schritt entstand meine erste eigene Webseite.

Er war interessiert, lobte meine Entwicklung – wies mich aber auch darauf hin, dass Webseiten mehr können als nur mit HTML und CSS zu glänzen.
Er sagte sinngemäß: „Wenn du wirklich interaktiv werden willst, brauchst du auch PHP und MySQL.“

So entstand die Idee: Gemeinsam einen Kurs besuchen.
Mein Vater hatte bereits grundlegende PHP-Kenntnisse, die Syntax kam ihm durch seine Arbeit mit Perl vertraut vor. Mit SQL hatte er ohnehin beruflich zu tun – kein Problem also.

Also meldeten wir uns bei einem vhs-Kurs in Idstein an.
Dort lernten wir die Grundlagen: Variablen, Arrays, Schleifen, und wie man mit PHP eine Verbindung zur Datenbank herstellt.

Und mehr noch: Wir hatten richtig Spaß dabei.
So sehr, dass wir uns nach dem Kurs zuhause dransetzten – und gemeinsam einen kleinen Blog entwickelten.

Für mich war das nicht nur ein technischer Meilenstein, sondern auch ein emotionaler Moment, den ich bis heute im Herzen trage.
Eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde.

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13.06.2008

Abschied aus der Regelschule

So wertvoll der Rückhalt durch meinen Vater war – und so sehr er mir half, den strengen Umgang meiner Mutter zu ertragen – meine schulischen Leistungen besserten sich nicht.
Im Gegenteil.

Eines Tages kam er auf mich zu: Sebastian Brick Reinhardt, aka. "die Schlange" – Er wurde mein erster, richtiger Freund und mehr als ein Mitschüler.
Er war beliebt, offen, stark. Er verteidigte mich gegen die, die mich mieden. Er nahm mich mit zu Treffen, stellte mich vor.
Und plötzlich taute ich auf. Meine extreme Schüchternheit begann zu bröckeln. Ich wurde mutiger. Menschen begannen, mich zu mögen. Ich tauschte Nummern, bekam Nachrichten.

Und dann war da diese Seite: geknipst.de – eine regionale Plattform, noch vor Facebook ein Hype bei uns.
Durch mein neu gewonnes Selbstvertrauen, war ich mittendrin. Ich fand Freunde, Kontakte, Gespräche.
Ich lernte neue Leute kennen – darunter meine beste Freundin, mit der ich fast zehn Jahre lang verbunden blieb.

Aber: Ich setzte die falschen Prioritäten.
Freunde, digitale Projekte, meine Webseite – sie waren alles für mich.
Die Schule rückte in den Hintergrund.
So weit, dass ich die 10. Klasse nicht bestand – und die Regelschule mit einem erweiterten Hauptschulabschluss verlassen musste.

Damit war für mich mein Traum von der IT-Ausbildung zerstört.
Ich sah meine ehemaligen Mitschüler in die Branche einsteigen, während ich zurückblieb – mit dem Gefühl: „Für mich ist es vorbei.“

Kein Ausbildungsbetrieb würde mich so nehmen, dachte ich.
Und genau da begann sie – eine lange, dunkle Phase voller Selbstzweifel und Depressionen.

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02/2009 - 04/2009

Besuch der BvB-Maßnahme in Taunusstein: Teil 1

Langsam begann ich, den Schicksalsschlag aus dem Sommer 2008 zu verarbeiten. Doch meine Mutter machte Druck – sie wollte einen Plan. Eine Richtung.
Einfach weiter zu Hause zu sitzen, ohne Ziel, ohne Job – das war für sie keine Option.

Ich selbst war zu dieser Zeit völlig orientierungslos. Depressiv, antriebslos, mitten in der Pubertät – und ohne jede Vorstellung, was ich mit meinem Leben anfangen wollte.
Es interessierte mich schlichtweg nicht.

Durch Kontakte meiner Mutter kam ich schließlich bei der vhs in Taunusstein unter – dort begann ich eine BvB-Maßnahme (Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme).
Die Zeit dort war kurz. Wir schrieben Bewerbungen, Lebensläufe, versuchten einen Anfang zu finden.

Und dann kam er: mein erster kleiner Erfolg.
Ich fand ein Praktikum bei einer Tankstelle in Idstein.
Und es lief gut – so gut, dass ich wenige Monate später eine Ausbildungsstelle bekam.

Meine Mutter war stolz. Ich war erleichtert.
Es ging endlich wieder bergauf.

Und was ich damals nicht wusste:
Dort lernte ich einen jungen Mann kennen – einen Kollegen, bei dem ich nie gedacht hätte, dass er mir so wichtig werden würde.
Bis heute – 15 Jahre später – ist er mein bester Freund.

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Ende 2009

Nicht alles ist Gold was glänzt

Die Ausbildungsstelle in einer Tankstelle schien ein Glücksgriff – IHK-zertifiziert, Berufsschule, Gehalt.
Doch was glänzte, war nur Fassade: Die Chefin nutzte ein perfides System, kassierte Fördermittel – und warf Azubis kurz vor Ende der Probezeit wieder raus.

Auch ich war betroffen.
Aber diesmal: Stand meine Mutter hinter mir.

Wir blieben motiviert und bei der Sache. Wir machten einen Berufseignungstest.
Das Ergebnis?

Ein Puzzleteil, das später alles verändern sollte.

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02/2010 - 08/2010

Besuch der BvB-Maßnahme in Taunusstein: Teil 2

Der Eignungstest ergab: Sozialpädagogik passt zu mir.
Ich wollte es wissen – und kehrte zurück zur BvB-Maßnahme. Diesmal mit einem Ziel.

Drei Praktika im Kindergarten bestätigten mein Bauchgefühl.
Doch für die Ausbildung fehlte mir ein Realschulabschluss.

Also schmiedete ich gemeinsam mit meiner Mutter einen Plan: Abendschule & FSJ in einem Kindergarten – gleichzeitig.
Und tatsächlich: Ich wurde an beiden Stellen angenommen.

Der Neustart war offiziell.

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2011

Sozialassistent und erste Liebe

Das FSJ hatte mein Selbstbewusstsein gestärkt – und die Abendschule bescherte mir nicht nur den Realschulabschluss, sondern auch den Beweis, dass ich durchaus zu etwas fähig bin.
Mit neuem Mut und klarem Ziel vor Augen begann ich an der Adolf-Reichwein-Schule meine Ausbildung zum Sozialassistenten.

In der Klasse lernte ich eine junge Frau kennen, die mein Herz eroberte – meine erste Freundin.
Es war eine aufregende Zeit voller neuer Erfahrungen, sowohl persönlich als auch beruflich.

Ein echter Neuanfang: mit Perspektive, mit Liebe, mit Hoffnung.

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2012

Freundschaften, die blieben

Die Bekanntschaften, die ich über geknipst.de gemacht hatte, wurden mehr als nur virtuelle Kontakte.
Es entstanden echte Freundschaften – und daraus wuchs ein großer, lebendiger Freundeskreis.

Anfangs trafen wir uns am Wochenende. Später fast täglich.
Zelten, Kurztrips in die Niederlande, Abende unter freiem Himmel – mit festen Ritualen und echten Gesprächen.
Es war eine intensive, wertvolle Zeit.

Ich hatte zwei Freundeskreise:

  • Die engen Vertrauten
  • Die Clique, mit der ich regelmäßig feiern ging, egal ob Limburg, Frankfurt oder Darmstadt

Ich war selten zuhause. Und das tat mir gut.
Ich war bekannt in unserer kleinen Stadt. Beliebt.
100 Kontakte im Handy, 600 Facebook-Freunde – und kaum ein Spaziergang, bei dem ich nicht gegrüßt wurde.

Eine Ära, die viel bedeutet hat. Und die ich nie vergessen werde.

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2013

Wenn das Leben dich zwingt, erwachsen zu werden: Goodbye ARS Limburg, willkommen bei BK!

Gerade als das Leben schön war – Viele und regelmäßig neue Freundschaften, digitale Projekte, ein Hauch von Unbeschwertheit – kam der Einbruch.
Mein Vater, mein Vorbild, wurde krank. Rehas, Klinikaufenthalte, Therapien. Er war kaum noch zuhause – und wenn, dann nicht mehr ganz er selbst.
Zuzusehen, wie er immer mehr vergaß und sich verlor, tat weh.

Zuhause herrschte Überforderung, Spannungen, Narzissmus. Meine Mutter kämpfte, meine Geschwister waren kaum noch da.
Und ich? Ich wollte nur noch weg.

Aber auch Flucht kostet Geld.
Ich nahm zunächst einen Nebenjob bei Burger King an – und fand dort überraschend Halt.
Es war mehr als nur Arbeit: Es war mein Weg zu etwas Freiheit.

Dann wurde meine Mutter ebenfalls krank. Klinik. Reha. Therapie.
Plötzlich war ich allein. Meine Eltern monatelang weg, meine Geschwister auf eigenen Beinen.

Also traf ich eine Entscheidung:
Ich brach meine Ausbildung ab – nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Verantwortung.
Ich wechselte bei Burger King in eine Vollzeitstelle, um mein Leben selbst zu stemmen.

Es war kein leichter Schritt.

Aber es war ein mutiger.
Und der richtige.

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12.08.2014

Willkommen bei McDonald´s, Ihre Bestellung bitte?

Der große Freundeskreis war geschrumpft.
Viele gingen ihren eigenen Weg – Ausbildung, Arbeit, Beziehungen.
Was einst jedes Wochenende zwölf Menschen zusammenbrachte, war auf drei Freunde geschrumpft: Sascha, Pascal und Marcel.
Drei echte Freunde.
Zwei davon Sascha und Pascal – sind bis heute wie Brüder.

Und während sich vieles veränderte, blieb eines bestehen:
Ich suchte weiter nach Halt. Nach Struktur. Nach einem Stück Zukunft.

An diesem Tag begann ich bei McDonald’s zu arbeiten – und traf dort Marco, der später zu einem meiner engsten Freunde wurde.
Es war der Beginn einer neuen Etappe.
Ich bereue diesen Schritt nicht – im Gegenteil.

Denn auch dieser Job sollte mir Türen öffnen, Erfahrungen bringen und mich weiter formen.

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01.08.2016

Reifer, ruhiger, bereit – Der Neustart in der Systemgastronomie

Ich war nicht mehr der junge Mann, der jedes Wochenende auf der Suche nach Ablenkung war.
Etwas in mir hatte sich verändert. Ich war gereift.
Ich wollte kein Drama mehr, keine Umwege – ich wollte Sicherheit. Struktur.
Ein Alltag mit Sinn.

Also begann ich meine Ausbildung zur Fachkraft für Systemgastronomie.
Zunächst „nur“ Fachkraft – doch für mich war es ein großer Schritt.
Ein bewusster Neuanfang. Diesmal mit dem Ziel, es durchzuziehen.

Kein „mal sehen“, kein „vielleicht“.
Ich war motiviert wie lange nicht mehr.
Ich wusste: Das ist mein Weg – und ich ziehe ihn durch.

Der erste Tag war geprägt von Neugier und Nervosität – aber auch von dem Gefühl: Ich bin bereit. Komme, was wolle.

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23.03.2017

R.I.P. Opa Reiner

Für dich ging es – Gott sei Dank – schnell.

Es gibt viele Erinnerungen an meine Kindheit:

  • Besuche bei euch zuhause, gemeinsame Besuche in Bayern, dein großer Schrebergarten.
  • Die Tipps und Tricks, die du mir beigebracht hast
  • Der Sturkopf – manchmal unbeirrbar, oft liebevoll fordernd
  • Die Art zu kochen – perfekt
  • Deine Mischung aus Strenge und Liebe – einzigartig

Das sind alles Dinge, die ich nie vergessen werde. - Genauso wenig wie dich.
“Obbaa Reiner” – du bleibst in meinem Herzen.

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01.08.2017

Vom Fachkraft-Azubi zum Fachmann – ein Aufstieg mit Ansage

Mein erstes Ausbildungsjahr lief nicht nur gut – es lief überragend.
Ich übertraf mich selbst: In der Praxis entwickelte ich eine starke Routine, wurde zuverlässig, schnell, und bekam Aufgaben, die sonst nur Schichtführer übernahmen.

Events, Schulungen, neue Kontakte – ich sog alles auf.
Und in der Berufsschule? Note 1,4 im ersten Zeugnis, Note 1,2 im zweiten – keine Fehlzeiten.
Ich war beliebt bei Lehrern wie Mitschülern und galt schnell als jemand, der wusste, was er tat.

Dann kam das Angebot, das alles verändern sollte:
Ich durfte zur höheren Ausbildung wechseln – vom Fachkraft- zum Fachmann-Azubi für Systemgastronomie.
Zunächst gab die Schule grünes Licht, dann der Betrieb, zuletzt die IHK.

An diesem Tag betrat ich zum ersten Mal meine neue Klasse – eine, in der Motivation, Zielstrebigkeit und Ehrgeiz selbstverständlich waren.
Ich war angekommen.

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14.09.2017

Ich verabschiede mich von dir, Luna

Über 17 Jahre lang hast du mich begleitet – gemeinsam mit deiner Schwester, von Anfang an.
Für 20 Deutsche Mark holten wir euch als kleine Babys von einem Pferdehof – viele schwarze Katzen gab es dort, aber du warst etwas Besonderes. Nur deine Schwester war gestreift, doch leider ging sie viel zu früh von uns.

Erst wart ihr Teil unserer ganzen Familie, später dann mein ganz persönlicher Halt.
Zwei Umzüge hast du mitgemacht, warst stets an meiner Seite – treu, ruhig, liebevoll.
Und irgendwann kam der Tag, an dem Gott dich zu sich holte.

Es gibt nur noch wenige Fotos von dir – aber unzählige Erinnerungen, die in meinem Herzen geblieben sind.
Den Abschiedsbrief, den ich für dich mit der Hand schrieb, hat die Zeit verblassen lassen.
Doch was bleibt, sind all die gemeinsamen Momente – lebendig in Gedanken.

Wo auch immer du jetzt bist – zusammen mit Paula und Pünktchen – ich bin mir sicher, ihr Ladys habt euch gefunden und liegt irgendwo eng aneinander, schlafend, schnurrend, zufrieden.

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23.01.2019

Ein Abgang mit Auszeichnung

Die schriftlichen Prüfungen waren geschrieben, die mündliche Prüfung gemeistert.
Dann hielt ich das Zeugnis in der Hand: 1,4 – Abschlussnote. Fachmann für Systemgastronomie – bestanden. Und zwar verkürzt.

Was mit einem Neustart begann, endete mit Applaus:
Meine Leistungen waren so konstant stark, dass ich offiziell vorzeitig abschließen durfte – mit der vollen Unterstützung der Berufsschule, der IHK und meines Betriebs.

Ich erinnere mich noch an die Worte des Schulleiters: „Was du hier geschafft hast, ist nicht selbstverständlich. Und es ist mehr als verdient.

Ich war nicht einfach nur fertig. Ich war bereit.
Bereit für den nächsten Schritt: Der Vertrag als Schichtführer war längst unterschrieben.
Der Junge, der einst an sich zweifelte, stand jetzt mit geradem Rücken da – und wurde ausgezeichnet verabschiedet.

Ich war angekommen – am Höhepunkt meines bisherigen Weges.
Und trotzdem wusste ich: Das ist erst der Anfang.

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22.02.2019

Ich werde dich nie vergessen Papa

An diesem Tag brach für mich eine Welt zusammen.
Ich wachte mit einem komischen Gefühl auf – und fuhr zur Wohnung meiner Eltern.
Meine Mutter war in einer Reha. Und dann sah ich ihn:
Meinen Vater. Verstorben. In der Nacht.

Diesen Anblick – ich werde ihn nie vergessen.
Genau wie all die Erinnerungen. Die Gespräche. Die unendliche Dankbarkeit.
Denn er war der, der andere Prioritäten setzte als meine Mutter.

- Der erste PC, den er mir schenkte.
- Gemeinsame Besuche bei MediaMarkt, wenn das 13. Gehalt da war.
- Seine Passwortsperre auf meinem Rechner – und sein Stolz, als ich entdeckte, dass man sie durch Entfernen der Batterie umgehen kann.
- Sein Homeoffice, in dem ich stundenlang neben ihm saß.
- Sein Strahlen, wenn ich von meinen Projekten erzählte.
- Sein ehrliches Interesse an meinem Leben.
- Sein Versuch, mir das Rauchen auszureden.
- Seine Freude, seine Liebe, seine Ruhe.

Wir hatten nie Streit. Wozu auch? Wir haben uns verstanden. Immer. Wir haben uns geliebt.

Ich denke regelmäßig an dich.
Ich sehe dein Foto – mit Liebe. Mit Trauer. Mit Stolz.

Du fehlst mir, Papa. Für immer.

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2019

5 Jahre McDonald´s

Fünf Jahre McDonald’s – fünf Jahre voller Arbeit, Begegnungen, Erfahrungen.
Auf der Weihnachtsfeier überreichte mir mein Chef ein offizielles Schreiben der McDonald’s Deutschland LLC:
Ein Glückwunsch zum 5-jährigen Bestehen – sauber gedruckt, offiziell unterzeichnet, feierlich übergeben.

Ein einfaches Blatt Papier – aber mit großer Bedeutung.
Es war der Beweis dafür, dass ich durchgehalten hatte. Trotz Tiefschläge, Zweifel, Schicksalsschläge.
Ich war geblieben, hatte meine Arbeit gemacht – zuverlässig, pünktlich, engagiert.

Mein Chef war stolz – ich war es auch.
Und auch wenn es „nur“ ein Job war, war es ein Stück Konstanz in einem Leben voller Wendungen.

Das Zertifikat hängt nicht an der Wand.
Aber es ist noch da – sicher aufbewahrt.
Nicht wegen des Namens „McDonald’s“.
Sondern weil es zeigt: Ich kann bleiben. Ich kann bestehen. Ich kann stolz auf mich sein.

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30.04.2020

Goodbye, McDonald’s – danke für alles

2020 – das Jahr von Covid-19, Lockdowns, Unsicherheit, Kurzarbeit. Eine Zeit, die alles veränderte.
Auch bei uns: Der Gastraum wurde geschlossen, nur der Drive-In blieb geöffnet. Viele Kollegen waren in Kurzarbeit – und ich? Ich lehnte das Angebot ab, wollte bleiben, durchhalten.
Doch die Umsätze fielen, der Alltag wurde zum Kraftakt. Die Sorge wuchs: Werde ich bald gekündigt? In Kurzarbeit geschickt? Reicht das Geld?

Am 30. April 2020 fasste ich schweren Herzens eine Entscheidung:
Ich bat um einen Aufhebungsvertrag. Nicht, weil ich gehen wollte – sondern weil ich spürte, dass ich einen neuen Weg einschlagen musste.

Das Abschiedsgespräch werde ich nie vergessen.
Ebenso wenig wie die vielen Erinnerungen, die Fotos, die Videos, die Stimmen und Momente meiner Kollegen.
Sie bleiben – als Zeichen einer Zeit, in der ich gewachsen bin, Verantwortung übernommen habe und über mich hinausgewachsen bin.

Und auch wenn ich weinend losgelassen habe, wusste ich tief in mir: Mit diesem Ende beginnt etwas Neues.
So sollte es kommen: Etwas wunderschönes. Etwas, das mein Leben verändern wird – die Liebe.

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15.06.2020

Erster Arbeitstag bei EDEKA

Ein neuer Abschnitt begann – mein erster Arbeitstag bei EDEKA.
Es war eine völlig andere Welt als die Systemgastronomie: Keine Überstunden, ein klarer Feierabend spätestens um 21 Uhr und endlich Kollegen, mit denen ich auf Augenhöhe sprechen konnte.
Nach sechs Jahren fühlte es sich befreiend an – fast schon wie ein Neustart.

Ursprünglich sollte ich im Bereich Obst & Gemüse beginnen und später an der Kasse eingesetzt werden.
Doch der Inhaber hatte andere Pläne: Er wollte mich in die Metzgerei schicken.
Und so nahm alles seinen Lauf…

Denn dort, zwischen Wurst, Käse und Thekenarbeit, lernte ich eine Kollegin kennen, die mein Herz gewann.
Was als Zusammenarbeit begann, wurde zu Gesprächen, Lächeln, Vertrauen – und schließlich zu der Liebe meines Lebens.

Ein Arbeitsplatz, der mein Leben veränderte.
Nicht wegen des Jobs, sondern wegen ihr.

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13.03.2021

Zusammenkommen mit der Liebe meines Lebens

Der Tag, an dem wir offiziell zusammengekommen sind.
Die Kollegin, die mich im Alltag zum Lächeln brachte, wurde nun der wichtigste Teil meines Lebens.

Für unsere Kollegen war es eine Überraschung – sie, die Ruhige, Zurückhaltende, ich, der Offene, der Extrovertierte, immer für einen Spruch oder ein Lächeln gut.
Und doch passten wir perfekt. Vielleicht gerade deshalb.

Dieser Tag war der Anfang von etwas Großem.
Er war der Startpunkt für:

  • unzählige Fotos und Videos,
  • stundenlange Gespräche,
  • Tränen in schweren Momenten,
  • und Lachen, das alles übertönt hat.

Wir wuchsen miteinander, lernten uns tief kennen – mit all unseren Stärken, Macken und Wünschen.
Und auch wenn seitdem viel Zeit vergangen ist:
Meine Gefühle haben sich nicht verändert - Im Gegenteil: Sie sind nur noch tiefer geworden.

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