Nichts ist selbstverständlich – Ein ganz normaler Tag voller Dankbarkeit
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Sven Berger -
10. Juli 2025 um 11:37 -
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Aktueller Status
05.05.2026
- Die Einreichung des Antrages ist erfolgt.
Du stehst morgens auf, schaltest das Licht im Bad an, drehst die Dusche auf – und alles funktioniert.
Warum? Weil irgendwo Menschen nachts arbeiten, oft unter schweren Bedingungen, um Strom und Wasser sicherzustellen.
Du bist dankbar.
Du duschst. Dein Shampoo ist leer. Kein Problem – der Supermarkt ist um die Ecke, sauber, beleuchtet, gut bestückt.
Die Toilette hakt. Kein Problem. Du schreibst deinem Handwerker des Vertrauens. Er kümmert sich.
Du bist dankbar für ihn.
Du siehst nach deiner Mutter – sie ist gesundheitlich angeschlagen.
Es klingelt. Die Pflegekraft ist da. Sie betreut deine Mutter liebevoll und bringt sie heute in eine stationäre Einrichtung – du hast einen wichtigen Termin auf der anderen Seite des Landes.
Du kannst deine Dankbarkeit nicht in Worte ausdrücken.
Du gehst hinaus. Die Stadtwerke leeren Mülltonnen, reinigen Straßen, Parks und Mülleimer – Und das zu dieser frühen Uhrzeit.
Es ist sauber. Es ist ruhig. Es ist sicher.
Du bist dankbar.
Am Bahnhof helfen dir klare Anzeigen und durchdachte Wege zur Orientierung.
Der Busfahrer ist freundlich. Die Bahn ist abfahrbereit. Die Züge rollen.
Die Mitarbeiter waren längst wach, bevor du dein Frühstück hattest.
Du fährst los. Auf die andere Seite des Landes mit einer Direktverbindung – reibungslos.
Du bist dankbar.
Im Hotel wirst du herzlich empfangen. Es ist sauber, warm, gemütlich.
Im Restaurant bekommst du auch spät am Abend noch eine warme Mahlzeit – mit einem Lächeln serviert.
Du bist dankbar.
Ein Anruf: Deine Mutter ist im Krankenhaus. Doch Pflegekräfte und Ärzte kümmern sich.
Sie kommt sicher zurück nach Hause.
Deine Dankbarkeit ist grenzenlos.
Zuhause zurück siehst du: Es liegt ein großes, schweres Paket vor deiner Tür.
Der Lieferdienst hat’s möglich gemacht.
Du weißt: Ohne ihn wäre das nicht gegangen.
Du bist dankbar.
Im Supermarkt sind die Regale gefüllt. Die Mitarbeiter sind ansprechbar und hilfsbereit.
Hunger und Durst sind kein Thema – weil Menschen täglich dafür sorgen.
Du bist dankbar.
Auf dem Heimweg begegnest du einer Schulklasse mit zwei Lehrkräften.
Du bist dankbar, denn du weißt: Auch das ist keine Selbstverständlichkeit.
Zwei Polizisten passieren deinen Weg.
Es ist ruhig. Du bist in Sicherheit.
Du bist dankbar.
Du schaust weiter: Friseure, Yogastudios, Bauernmärkte – aber auch Fast-Food-Läden.
Alles lebt. Alles arbeitet. Alles am Lachen. Von Überheblichkeit keine Spur.
Du bist dankbar.
In der Ferne: Eine Großbaustelle. Es ist laut, staubig – und doch gut gelaunt.
Ein Schild verrät: Hier entstehen eine ambulante Psychiatrie und ein Altersheim.
Zukünftig werden hier Menschen helfen, zuhören, stabilisieren, ausbilden.
Du bist dankbar – für die Bauarbeiter. Aber auch für Hilfe, die du vielleicht selbst einmal brauchst.
Und dann, fast beiläufig, hörst du sie: Drei junge Männer im Anzug. Krawatte. MacBooks.
Sie prahlen mit ihren Beraterjobs – und beschweren sich über den Baulärm.
Du denkst dir:
Was genau ist dein Beitrag, BWL-Justus?
Was würde sich ändern, wenn es dich nicht gäbe?
Und was wäre ohne die anderen – die, die wirklich jeden Tag den Laden am Laufen halten?
Zitat von Francis BaconNicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.